Viele Fernsehsendungen begleiten verschiedene Tierärzte im Alltag. Gerade im Süddeutschen Raum und in Österreich gibt es die Tierrettung, die im Rettungswagen die Tiere versorgt. Damit werden verschiedene Erwartungen bei Tierbesitzern geweckt, die in Praxis so nicht umzusetzen und für den Halter auch nicht bezahlbar sind. Denn hierzu sei erwähnt, dass im Bereitschaftsdienst ein erhöhter Gebührensatz für die Leistungen abgerechnet werden.

Hier in Mecklenburg ist jede Tierarztpraxis zum Bereitschafts- und Notdienst verpflichtet. Die Organisation obliegt den Kollegen untereinander. Dies funktioniert mal besser und mal schlechter. Ziel ist es, dass Tierhalter mit akut erkrankten Tieren für Notfälle einen Ansprechpartner haben. Der Notdienst ist nicht für Menschen gedacht, die es in der Woche nicht schaffen, zum Tierarzt zu gehen. Im Notdienst sollen lebensbedrohliche Erkrankungen versorgt werden. Da im Notdienst weniger Tierärzte bereitstehen, können durchaus mehrere Patienten zeitgleich Versorgung bedürfen. Damit allen eine optimale Behandlung zu Teil wird, ist eine Vorstellung in der Praxis essentiell. Gerade Notfälle brauchen eine sichere Diagnostik, die eben nur in der Praxis durchgeführt werden kann (z.B. Röntgen oder Ultraschall).  Ein Anspruch auf einen Hausbesuch besteht nicht. Natürlich sind Großtierpatienten davon ausgenommen.

Ein geschätzer Kollege formulierte es treffend „Notdienst ist kein Rettungsdienst“.

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