Etwas 2000 vor Christus wurde die Katze in Ägypten domestiziert. Der Charme, das bis ins Alter andauerde Spiel- und Jagdverhalten sowie der anschmiegsame Charakter der Katze begeistert bis heute die Menschen. Vielleicht liegt es an ihrer Herkunft, dass Katzen relativ wenig trinken. U.a. deshalb treten bei älteren Katzen gehäuft Nierenerkrankungen auf. Geschädigtes Nierengewebe regeneriert sich nicht. Deshalb ist es wichtig, Nierenerkrankungen früh zu erkennen und ggf. eine Therapie einzuleiten. Es wird bei Katzen ab 7 Jahren empfohlen, regelmäßig eine Blutkontrolle bezüglich Nierenwerte durchzuführen. Bis vor kurzem wurden v.a. die Werte Harnstoff, Kreatinin und Phosphat untersucht. Diese Werte zeigen Nierenerkrankungen an, wenn ca. 60-70 % des Nierengewebes geschädigt sind. Klinische Symptome, wie z.B. vermehrtes Trinken und starker Urinabsatz, Erbrechen, können auftreten, allerdings gibt es auch Patienten, die keine Symptome zeigen.

Da sich das Gewebe nicht bzw. nur schlecht regeneriert, ist eine frühzeitige Therapie wichtig. Seit kurzem steht ein neuer Biomarker für die chronische Nierenerkrankung zur Verfügung- das SDMA (Symmetrisches Dimethylarginin). Dieser Biomarker zeigt Nierenerkrankungen an, wenn ca. 30 % Schädigung vorliegt. Dies ermöglicht eine frühzeitige Therapie und damit verbundene Entlastung und Schonung des restlichen Nierengewebes.

In unserer Praxis wird dieser neue Biomarker bei der Untersuchung auf Nierengesundheit regelmäßig mit kontrolliert. Wenn Sie dazu Fragen haben, sprechen Sie uns an!

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