Momentan sind die Temperaturen für einen Winter relativ mild. Wenn es kälter wird, stellt sich auch für unsere Vierbeiner die Frage nach der „richtigen Bekleidung“. Viele Tiere wechseln zum Winter ihr Fell. Das Unterfell wird dichter. Das Unterfell dient v.a. zur Wärmeisolierung. Es wird zur kalten Jahreszeit dichter und fülliger. Eine Wärmeisolierung ist nur durch ein funktionierendes Luftpolster zwischen den Haaren möglich. Verfilztes Fell wärmt nicht, deshalb muss es unbedingt entfernt werden. Gerade bei älteren oder kranken Tieren funktioniert die Fellpflege nicht mehr richtig. Bei Katzen können Zahnprobleme zu einer eingeschränkten Hygiene führen. Auch Übergewicht schränkt die Tiere in ihrer Wendigkeit ein. Hunde, die wenig bzw. kein Unterfell besitzen (z.B. Yorkie, Malteser), brauchen an sehr kalten Tagen ein Mäntelchen. Ob mit oder ohne Unterfell ist eine gewisse Pflege nötig. Altes Fell sollte ausgekämmt werden, einige Rassen müssen getrimmt werden (also totes Fell wird ausgezupft). Damit Schnee nicht an den Pfoten zu Eisklumpen wird, sollten zu lange Haare an den Zehen gekürzt werden. Liegeschwielen (z.B. an den Ellenbogen)und Ballen werden bei frostigen Temperaturen schnell rissig. Auch diese sollten gepflegt werden. Am besten hilft eine fettreiche Creme oder Salbe, z.B. Vaseline. Ähnlich verhält es sich mit Operationswunden. Diese sollten auf die gleiche Weise gepflegt werden.

Etwas pflegeleichter sind unsere großen Vierbeiner. Ponys und Pferde können prinzipiell das ganze Jahr draußen leben. Aber auch sie brauchen einen Witterungsschutz und freien Futter- und Wasserzugang. Rinder kommen mit eher kühleren Temperaturen besser zurecht als mit wärmeren. Ihre Wohlfühltemperatur liegt zwischen acht und dreizehn Grad. Auch hier ist ein Witterungsschutz neben freiem Zugang zu Wasser und Futter wichtig. Gerade in der nassen Zeit muss verstärkt auf die Klauen- und Hufgesundheit geachtet werden. Mauke, Srahlfäule, Sohlengeschwüre und Mortellaro sind klassische Beispiele für Probleme auf feuchten Wiesen oder schlammigen Weiden.

Das Haut- und Haarkleid spiegelt zum großen Teil auch den Gesundheitsstatus unserer Vierbeiner wider. Glatt, glänzend und anliegend bzw. rassespezifisch sollte es sein. Schuppiges Fell kann Hinweise auf Parasiten oder Mangelernährung geben, wiederholte Hautentzündungen können Ausdruck von Allergien oder Schilddrüsenproblemen sein. Ein Pferd mit „Dauerwelle“, welches seine Haare nicht verliert, sollte unbedingt auf den Hormonstatus untersucht werden. Eine Katze mit verfilztem Fell sollte mal ins Mäulchen geschaut werden- vielleciht hat sie Zahnschmerzen… Nehmen Sie sich die Zeit für eine ausgiebige Fellpflege. Sie werden einiges über den Gesundheitsstaus ihres Lieblings erfahren und die Fellnase genießt das Wellnessprogramm!


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