Kennen Sie das Schlagwort „Fachkräftemangel“? Klar – aus der Industrie und aus der Presse ist es nicht mehr weg zu denken. Auch bei den Handwerkern macht es sich bemerkbar. Es ist ja schon schwierig, einen Handwerker für kleinere Aufgaben zu finden. Aber in der Tierarztpraxis? Hier auf dem Land? Oder – wenn man so will – im Hamburger Umland?

Ab und zu merken Tierbesitzern an, dass sie in der Sprechstunde lange warten müssen oder das nicht dringende Operationen erst in ein oder zwei Wochen durchgeführt werden können. Natürlich würden wir die Wartezeit gerne verkürzen. Aber wie? Jeder Patient brauch seine Zeit- sowohl für die Anamnese durch den Besitzer, als auch für eine gründliche Untersuchung und manchmal für weitere Diagnostik. Mit einem Assistenten könnte man die Sprechstundenzeiten erweitern und einige Operationen früher durchführen. Aber woher soll dieser kommen?

Seit einem Jahr suchen wir Verstärkung. Aktiv mit Annoncen und Aushängen als auch passiv. In Tierarztzeitschriften finden sich Announcen mit Arbeitsangeboten über mehrere Seiten. Aber die Announcen von Tierärzten und Tierärztinnen, die eine Stelle suchen, passen auf eine Viertelseite. Diejenigen, die eine Stelle suchen, möchten nicht aufs Land, sie möchten möglichst keine Wochenendarbeiten oder Nachtdienste leisten. Aber gerade eine kleine Praxis funktioniert nur, wenn jeder mal diese Dienste übernimmt.

Ähnlich verhält es sich mit Tiermedizinischen Fachangestellten bzw. mit Azubis. Während man vor ein paar Jahren noch mit Bewerbungen quasi überhäuft wurde, freut man sich heute über jede Bewerbung. Aber nicht jeder Bewerber oder Bewerberin ist auch geeignet und passt ins Team. Tatsache ist, dass sich die Bewerbungskandidaten mit „Sie hören von mir“ verabschieden.

Während das für viele Besitzer eine Randnotiz ist, weitet es sich für die Urlaubsplanung oder im Krankheitsfall zu einem echten Problem aus. Tiere kennen keinen Urlaub und werden zu allen möglichen Zeiten krank. Ich möchte meine Praxis mit allen Sorgenkindern in guten Händen wissen. Gleichzeitig kann ich unmöglich 7 Tage die Woche 24 h parat stehen. In meinem Beruf bin ich fast immer in Bereitschaft und arbeite gerne. Aber auch ich werde mal krank oder brauche mal eine Auszeit um neue Energie zu tanken… Es gibt hauptberufliche Praxisvertreter. Diese berechnen ungefähr 2500€ pro Woche, dazu kommen Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Gleichzeitig laufen die eigenen Kosten natürlich weiter, und auch der Urlaub kostet Geld. Dieses Geld muss durch die Vertretung erstmal wieder erwirtschaftet werden. Dies ist natürlich doppelt schwierig, weil zu einer fremden Person noch kein Vertrauensverhältnis bestehen kann. Alternativ könnten wir die Praxis auch schließen. Aber das ist für kranke Tiere , für Notfälle keine Lösung. Oder man sucht nach einer weiteren Lösung, z.B. in dem man die Hilfe von Kollegen im Ruhestand in Anspruch nimmt.

Aus diesem Grund bin ich natürlich froh, dass mir mit Herrn Eberle und meiner Mutter zwei erfahrene Tierärzte zur Seite stehen und die Betreuung in meiner Abwesenheit übernehmen. Natürlich behandeln sie die Patienten anders, benutzen andere Medikamente und reden anders mit Tier und Besitzer, aber sie sind für den Notfall erreichbar und stehen kompetent und mit viel Erfahrung in der Praxis.

Wenn Ihnen weitere Lösungen einfallen oder Sie zufällig arbeitslose Tierärzte kennen…sprechen Sie mich gerne darauf an!

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Momentan sind die Temperaturen für einen Winter relativ mild. Wenn es kälter wird, stellt sich auch für unsere Vierbeiner die Frage nach der „richtigen Bekleidung“. Viele Tiere wechseln zum Winter ihr Fell. Das Unterfell wird dichter. Das Unterfell dient v.a. zur Wärmeisolierung. Es wird zur kalten Jahreszeit dichter und fülliger. Eine Wärmeisolierung ist nur durch ein funktionierendes Luftpolster zwischen den Haaren möglich. Verfilztes Fell wärmt nicht, deshalb muss es unbedingt entfernt werden. Gerade bei älteren oder kranken Tieren funktioniert die Fellpflege nicht mehr richtig. Bei Katzen können Zahnprobleme zu einer eingeschränkten Hygiene führen. Auch Übergewicht schränkt die Tiere in ihrer Wendigkeit ein. Hunde, die wenig bzw. kein Unterfell besitzen (z.B. Yorkie, Malteser), brauchen an sehr kalten Tagen ein Mäntelchen. Ob mit oder ohne Unterfell ist eine gewisse Pflege nötig. Altes Fell sollte ausgekämmt werden, einige Rassen müssen getrimmt werden (also totes Fell wird ausgezupft). Damit Schnee nicht an den Pfoten zu Eisklumpen wird, sollten zu lange Haare an den Zehen gekürzt werden. Liegeschwielen (z.B. an den Ellenbogen)und Ballen werden bei frostigen Temperaturen schnell rissig. Auch diese sollten gepflegt werden. Am besten hilft eine fettreiche Creme oder Salbe, z.B. Vaseline. Ähnlich verhält es sich mit Operationswunden. Diese sollten auf die gleiche Weise gepflegt werden.

Etwas pflegeleichter sind unsere großen Vierbeiner. Ponys und Pferde können prinzipiell das ganze Jahr draußen leben. Aber auch sie brauchen einen Witterungsschutz und freien Futter- und Wasserzugang. Rinder kommen mit eher kühleren Temperaturen besser zurecht als mit wärmeren. Ihre Wohlfühltemperatur liegt zwischen acht und dreizehn Grad. Auch hier ist ein Witterungsschutz neben freiem Zugang zu Wasser und Futter wichtig. Gerade in der nassen Zeit muss verstärkt auf die Klauen- und Hufgesundheit geachtet werden. Mauke, Srahlfäule, Sohlengeschwüre und Mortellaro sind klassische Beispiele für Probleme auf feuchten Wiesen oder schlammigen Weiden.

Das Haut- und Haarkleid spiegelt zum großen Teil auch den Gesundheitsstatus unserer Vierbeiner wider. Glatt, glänzend und anliegend bzw. rassespezifisch sollte es sein. Schuppiges Fell kann Hinweise auf Parasiten oder Mangelernährung geben, wiederholte Hautentzündungen können Ausdruck von Allergien oder Schilddrüsenproblemen sein. Ein Pferd mit „Dauerwelle“, welches seine Haare nicht verliert, sollte unbedingt auf den Hormonstatus untersucht werden. Eine Katze mit verfilztem Fell sollte mal ins Mäulchen geschaut werden- vielleciht hat sie Zahnschmerzen… Nehmen Sie sich die Zeit für eine ausgiebige Fellpflege. Sie werden einiges über den Gesundheitsstaus ihres Lieblings erfahren und die Fellnase genießt das Wellnessprogramm!


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Vor einigen Tagen wurde ich zu einem kranken Pony gerufen. Der kleine Kerl ist weit über 20 Jahre alt und kann plötzlich nicht mehr laufen. Er hat Hufrehe. Dies ist eine schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut. Wichtig in der Therapie ist ein weicher Boden, um das Hufbein zu entlasten und eine strikte Diät, die aus gutem Heu bestehen sollte. Weiterhin empfiehlt es sich, die betroffenen Hufe (in diesem Fall alle vier) mehrmals täglich zu kühlen. Nun gehört das Pony einer alleinstehenden Dame, die über 80 Jahre ist. Ja, da ist die Theorie das eine und das praktische Umsetzen das andere. Außerdem ist es schon eine Kunst nach diesem Sommer gutes Heu zu kaufen.

Ich habe gestaunt, wie schnell sich Leute aus der Nachbarschaft bereit erklärt haben zu helfen. Der eine brachte am gleichen Nachmittag einen Ballen bestes Heu vorbei und erklärte sich bereit, den Boden aufzugrubbern. Eine andere Person wollte täglich vorbei schauen und die Füße des Patienten baden. Es gibt sie also- die Nachbarschaftshilfe!

Es ist so einfach Leute zu unterstützen. Gerade für ältere Personen sind Haustiere die einzigen „Bezugspersonen“ und nehmen eine wichtige Rolle in deren Leben ein. Wenn dann der Liebling erkrankt, kann das ein großes Problem sein. Aber auch andersherum ist es nicht einfach: Wenn die Besitzer vielleicht für längere Zeit ins Krankenhaus müssen, plagt sie die Sorge, wer sich um den Liebling kümmert.

Sicherlich gibt es Hunde- und Katzenpensionen. Diese Einrichtungen sind aber nicht für jeden Vierbeiner die richtige Unterbringung- gerade alte Tiere fühlen sich in ihrer gewohnten Umgebung einfach wohler. Es wäre doch schön, wenn man als Nachbar da einspringenkönnte. Ein bis zweimal am Tag nach dem Rechten sehen, Futter hinstellen und ein paar Streicheleinheiten genügen schon oft. Vielleicht kann man auch jemanden bei der Gassirunde unterstützen. Manchmal sind die Besitzer nicht mehr so rüstig wie ihr Hund und beide wären einem dankbar, wenn der Hund für einen langen Spaziergang ausgeführt wird.

Vielleicht schauen Sie mal in Ihrer Nachbarschaft wer Hilfe gebrauchen könnte!

 

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Gerade in diesen heißen Sommermonaten fällt es auf, dass wenige Mücken, aber um so mehr Fliegen durch die Gegend schwirren. Fliegen haben eine Optimaltemperatur zwischen 20 und 25 °C. Im Abstand von drei bis vier Tagen legen die Weibchen in den Sommermonaten zwischen 150 und 400 Eier ab. Aus diesen schlüpfen nach ca. 24 Stunden die Maden. Bei sehr hohen Temperaturen kann das Schlüpfen auch schneller gehen. Die Eier werden auf eiweißhaltigem Substrat abgelegt. Fliegen werden durch Gerüche angelockt, die beim Abbau von eiweißhaltigem Substrat entstehen. Deshalb sind sie oft auf verdorbenen Lebensmitteln, gammligem Fleisch, Kot oder ähnlichem zu finden.

Leider werden auch unsere Haustiere nicht vom Fliegenbefall verschont. Fliegen stören das Wohlbefinden durch das ständige Umschwirren. Außerdem übertragen sie Krankheiten, wenn sie sich zum Beispiel am Augen in der Tränenflüssigkeit von Rindern oder Pferden aufhalten. Ein weitaus größeres Problem stellen Fliegen aber an Wunden dar. Nässende Hautentzündungen, andere Wunden oder von Durchfall verklebtes Fell stellen für Fliegen einen beliebten Eiablageplatz dar. Innerhalb eines Tages können dann Maden aus den Eiern schlüpfen. Diese bohren sich dann in und unter die Haut, sie verkriechen sich auch in Hautfalten oder in die Körperöffnung der Anogenitalregion. Durch die Bewegungen der Maden kommt es zu einem Juckreiz, manchmal jucken sich die Tiere blutig, d.h. sie haben dort offene Wunden. Außerdem kann es zu Hautnekrosen (d.h. die Haut stirbt ab) kommen sowie zu großflächiger Hautablösung. An solchen Stellen sammeln sich Bakterien und es kommt zu einer eitrigen und manchmal auch fiebrigen Entzündung.

Ein Befall mit Maden muß sofort behandelt werden. Die sichtbaren Maden müssen umgehend abgesammelt werden und das Tier mit einem Medikament behandelt werden, das die eventuell nicht sichtbaren, verbliebenen Maden zuverlässig abtötet. Anschließend werden die Wunden gereinigt. Verklebtes Fell muss großflächig geschoren werden. Bei einer zusätzlichen bakterielle Entzündung benötigt das Tier ein Antibiotikum. Meistens müssen die entstandenen Wunden mehrere Tage professionell versorgt und gereinigt werden. Häufig lösen sich einige Tage nach dem Befall verschiedene Hautpartien und eine große Wunde wird sichtbar. Auch diese muss versorgt und gereinigt werden. Ist die Wunde sauber, kann man unter bestimmten Umständen versuchen, chirurgisch die Wunde zu verkleinern. Das Wichtigste ist allerdings, einen erneuten Fliegenbefall zu verhindern. Am einfachsten erreicht man dies, wenn das Tier nur noch in der Wohnung gehalten und die Räume mit Fliegengittern gesichert werden.

Gerade langhaarige Tiere oder Tiere mit Vorerkrankungen (stark geschwächte, sehr junge oder alte Tiere, Durchfall, Inkontinenz, offene Wunden) sind gefährdet. Am häufigsten sind Kaninchen betroffen, aber auch bei Perserkatzen, Katzenwelpen oder Hunden konnten wir in der Praxis schon Fliegenbefall beobachten (und beheben).

Seien Sie wachsam und kontrollieren Sie mindestens einmal täglich den Körper ihres Tieres. Achten Sie auch bei der Fütterung, ob das Dosen- oder Frischfutter schon mit Fliegeneiern verunreinigt ist.

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Die neue Datenschutzgrundverordnung ist in aller Munde. Sie betrifft auch die Tierarztpraxis. Wir benötigen Ihren Namen, die aktuelle Anschrift und Telefonnummer. Von Ihrem Hausgenossen benötigen wir Tierart und Rasse, Name, Geschlecht, Fellfarbe und Geburtsdatum, sowie, wenn vorhanden, Chipnummer und Nummer des EU-Impfausweises. Wir teilen Ihnen mit Anlegen der Patientenkartei eine Kundennummer (Tierhalter) und eine Patientennummer (für das jeweilige Tier) zu. Bei lebensmittelliefernden Betrieben benötigen wir noch die HIT-Nummer nach Viehvehrkehrsverordnung und die Tierseuchenkassennummer. Diese Daten werden nur für den Praxisablauf benötigt. Bei angefertigten Röntgenbildern oder bei Ultraschalluntersuchungen finden sich diese Angaben wieder. Die Daten werden in der Praxis gespeichert. Bei weiterführenden Untersuchungen an Fremdlabore werden einige Daten zur Identifizierung und bessere Befundinterpretation (z.B. Unterschiedliche Bakterien bei Hund oder Vogel) weitergegeben. Ebenso erfolgt eine Weitergabe an die ÜÜbeweisungsklinik, sofern es notwendig ist. Mit einer Überweisung werden nicht nur die Patientendaten weitergegeben, sondern auch Ergebnisse der vorangegangenen Untersuchung und die Krankengeschichte. Dies hat die Folge, dass z.B. Röntgenaufnahmen nicht doppelt oder dreifach angefertigt werden müssen. Bei einer Chipimplantation melden wir das Haustier automatisch beim TASSO- Register an, damit es im Verlustfall schnell zurück vermittelt werden kann. Ansonsten erfolgt keine Weitergabe an Dritte. Wir nutzen Ihre Daten zu einer jährlichen Weihnachtskarte (betrifft nur aktive Kunden der letzten zwei Jahre) und erinnern Sie an die fälligen Impfungen.
Sollten Sie Einwände bezüglich Aufnahme, Speicherung und gezielte Weitergabe Ihrer Daten haben, sprechen Sie uns bitte an. Aus steuerrechtlichen und arzneimittelrechtlichen Gründen dürfen wir nicht alle Daten komplett löschen, so sind z.B. die Rechnungsnummern mit den dazugehörigen Rechnungen 10 Jahre aufzubewahren.
Sollten Sie noch Fragen zu Ihren Daten haben, sprechen Sie uns bitte an!

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Häufig kollidieren die Vorstellungen von dem Traumberuf mit der Realität. Um das zu vermeiden, sollte man sich informieren. Dazu gibt es Infos im Internet, beim Arbeitsamt und – sehr wichtig- Praktika. Je nachdem was man sich von einem Praktikum verspricht und was man von dem Beruf weiß, variiert die empfohlene Dauer. Um einen Betrieb kennen zu lernen, reicht meistens eine Woche nicht aus. In der Zeit erlebt man, wie die Menschen in der Praxis arbeiten, welche Arbeitsabläufe wann und wie erfolgen und wo die benötigten Materialien liegen. Ab der zweiten Woche ist dann ein Mitarbeiten einfacher.

Praktikanten brauchen Zeit: Sie müssen kontinuierlich betreut werden, da eine Praxis relativ viel Gefahrenpotenzial bietet. Es können von verschiedenen Medikamenten, Spritzen, anderes scharfes Instrumentarium, Chemikalien oder auch von unwilligen Katzen oder Hunden Gefahren ausgehen. Weiterhin brauchen Praktikanten Anleitungen, Hilfestellungen und auch Nachbetreuung.

Der Praxisalltag ist manchmal schlecht zu planen: Es können Notfälle dazwischen kommen und man weiß nie, ob die veranschlagte Sprechzeit ausreicht, um alle Patienten zu versorgen. Bei uns ist Feierabend, wenn alle Patienten gut versorgt sind. Als Praktikant wäre es sinnvoll, diesen Arbeitsalltag mitzumachen- einfach um herauszufinden, ob man mit so einem unregelmäßigen Tagesablauf klar kommt.

Auch die anfallenden Tätigkeiten variieren- zum einen je nach Behandlungsfall, aber auch abhängig von den Fähigkeiten des Praktikanten. Wenn jemand selbständig, verantwortungsbewußt sowie gründlich arbeitet, können auch weiterführende Aufgaben übertragen werden. Braucht jemand eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wird man keine weiterführenden Tätigkeiten (z.B. Versorgung von Stationspatienten) übertragen bekommen.

Entgegen der allgemeinen Erwartungen, sind die häufigsten Tätigkeiten mit Reinigungsarbeiten verbunden: Praxiswischen, Reinigung von Instrumentarium nach einer Operation, Reinigung der Tische, Reinigung von Futternäpfen, Reinigung von Stationsboxen oder Transportboxen etc. Die Praxis beeinhaltet die Praxisräume, allerdings auch die Personalräume (Personalküche und -bad und ein Ruheraum). In unserem Ruheraum residiert unsere Praxiskatze, die ebenfalls versorgt und gepflegt werden möchte.

Mit diesen Tätigkeiten muss man umgehen können und sollte auch daran Spass haben. Wenn man das nicht mag, sollte man sich schon überlegen, ob diese Stelle die richtige ist. Natürlich gehört auch die Assistenz in der Sprechstunde oder beim Röntgen dazu- allerdings nimmt dieser Part maximal ein Drittel der Zeit ein.

Während Schulpraktikanten überwiegend von den TFAs betreut und angeleitet werden, sowie diese auch in ihren Tätigkeiten unterstützen, werden Praktikanten aus dem Tiermedizinstudium vom Tierarzt betreut und erleben diesen Arbeitstag mit: d.h. sie assistieren in der Sprechstunde und beim Röntgen sowie bei OPs und kommen mit zu Hausbesuchen.

Ich halte es für wichtig jungen Menschen Einblicke in den Beruf zu ermöglichen. Da mit einem Praktikum aber viel Zeit und Aufwand von uns verbunden ist und wir Lebewesen betreuen, wünsche ich mir Praktikanten, die wirklich Interesse am Beruf als auch den Patienten haben und nicht nur ihre Zeit absitzen müssen.

Bewerbungen können schriftlich oder per email erfolgen.

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Etwas 2000 vor Christus wurde die Katze in Ägypten domestiziert. Der Charme, das bis ins Alter andauerde Spiel- und Jagdverhalten sowie der anschmiegsame Charakter der Katze begeistert bis heute die Menschen. Vielleicht liegt es an ihrer Herkunft, dass Katzen relativ wenig trinken. U.a. deshalb treten bei älteren Katzen gehäuft Nierenerkrankungen auf. Geschädigtes Nierengewebe regeneriert sich nicht. Deshalb ist es wichtig, Nierenerkrankungen früh zu erkennen und ggf. eine Therapie einzuleiten. Es wird bei Katzen ab 7 Jahren empfohlen, regelmäßig eine Blutkontrolle bezüglich Nierenwerte durchzuführen. Bis vor kurzem wurden v.a. die Werte Harnstoff, Kreatinin und Phosphat untersucht. Diese Werte zeigen Nierenerkrankungen an, wenn ca. 60-70 % des Nierengewebes geschädigt sind. Klinische Symptome, wie z.B. vermehrtes Trinken und starker Urinabsatz, Erbrechen, können auftreten, allerdings gibt es auch Patienten, die keine Symptome zeigen.

Da sich das Gewebe nicht bzw. nur schlecht regeneriert, ist eine frühzeitige Therapie wichtig. Seit kurzem steht ein neuer Biomarker für die chronische Nierenerkrankung zur Verfügung- das SDMA (Symmetrisches Dimethylarginin). Dieser Biomarker zeigt Nierenerkrankungen an, wenn ca. 30 % Schädigung vorliegt. Dies ermöglicht eine frühzeitige Therapie und damit verbundene Entlastung und Schonung des restlichen Nierengewebes.

In unserer Praxis wird dieser neue Biomarker bei der Untersuchung auf Nierengesundheit regelmäßig mit kontrolliert. Wenn Sie dazu Fragen haben, sprechen Sie uns an!

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Alter  ist relativ. Mancher Senior wirkt mit 70 Jahren fit und junggeblieben und manche Menschen sind mit 50 Jahren schon alt. Wenn es bei Menschen schon schwierig ist, zu bestimmen, was „alt“ ist, wie können wir das dann bei unseren Haustieren?

Unsere Haustiere unterscheiden sich durch ihre Arten (Hunde, Katzen, Kaninchen etc.) aber auch durch ihre Rassen (Berner Sennenhund, Main Coon Katze, Rosettenmeerschweinchen etc.) aus. Wie bei uns ist Altern auch streß- und haltungsabhängig.

Während eine Ratte eine Lebenserwartung von 2-3 Jahren hat, kann ein  Wellensittich zwischen 5-8 Jahre leben oder  ein Meerschweinchen ca. 4-8 Jahre. Katzen und manche Hunderassen werden deutlich älter. Die Lebenserwartung sollte bei der Anschaffung eines Haustieres berücksichtigt werden, immerhin übernimmt man Verantwortung für ein Lebewesen.

Bei Katzen kann man von einer Lebenserwartung von 14 bis 20 Jahren ausgehen. Obwohl Katzen also relativ alt werden können, fangen die Tiere mit 7 Jahren an zu altern. Wenn man sich so manchen Streuner anschaut, wirken diese relativ schnell alt. Dazu kommt, dass unkastrierte Katzen nicht so lange leben wie kastrierte Artgenossen. Das liegt daran, dass aufgrund der Hormone der Streßpegel steigt und häufig Prügeleien unter den Tieren stattfinden. Diese Auseinandersetzungen führen nicht nur zu Verletzungen, sondern können auch lebensbedrohliche Krankheiten übertragen.

Da Katzen häufig im höheren Alter Nieren- und Schilddrüsenerkrankungen bekommen, empfiehlt es sich ab 7 Jahren einen Alterscheck inklusive Blutprobe durchzuführen.

Bei Hunden ist die Altersfrage schwer zu beantworten. Grundsätzlich werden große Hunde nicht so alt wir kleine Hunde und altern dementsprechend schneller. Bei einer Dogge kann man von einer Lebenserwartung von 8 Jahren ausgehen und ein Alterungsprozeß wird bei 5 Jahren einsetzen.

Kleine Hunde, wie zum Beispiel Dackel oder Yorkshire Terrier, können ohne Probleme manchmal 18 Jahre alt werden. Dementsprechend  sind dann 12 Jahre alte Tiere zwar der älteren Gruppe zu zuordnen, aber ohne „richtig“ alt zu sein. Zusätzlich sind die Rassedispostionen für bestimmte Krankheiten zu berücksichtigen, denn im Alter erhöht sich manchmal die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten selbiger. Dies ist damit zu erklären, dass Zellschäden zu Krankheiten führen. Je häufiger sich eine Zelle erneuert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich bei so einer Erneuerung ein Fehler einschleicht.

Je nach Rasse werden dann auch verschiedene Vorsorgeuntersuchung angeboten zum Beispiel Röntgen des Brustkorbs (um krankhafte Herzvergrößerungen festzustellen), Ultraschall des Bauchraumes (um Milztumore auszuschließen) sowie Blutproben (um Diabetes auzuschließen und die Funktionen von Leber und Nieren zu überwachen).

Haben Sie Fragen zur individuellen Altersversorgung ihres Lieblings? Dann fragen Sie uns- wir helfen Ihnen gern!

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Wer kennt das nicht: Man geht spazieren und sieht auf der Straße einen niedlichen Hund und grübelt, welche Rasse könnte der sein? Aber was ist eigentlich eine Hunderasse?

Es gibt keine einheitliche Definition einer Hunderasse. Im Veterinärmedizinischen Wörterbuch steht: Rasse: Eine Gruppe von Individuen einer Art, die sich in bestimmten Merkmalen von anderen Individuengruppen unterscheiden und diese Merkmalsvariation vererben. Es gibt verschiedene Merkmale (äußerlich: z.B. Körperbau, Fellfarbe, Haarlänge und innerlich: Wesen), die sich von anderen abgrenzen lassen. Meistens sind Rassen durch ihre jeweiligen Zuchtverbände /Vereine definiert. So kommt es, dass kontinuierlich neue Hunderassen entstehen z.B. Rasmo, Labradoodle.

Es gibt verschiedene Prädispostionen (Vorbelastung) für Erkrankungen, die bei bestimmen Rassen gehäuft auftreten. z.B. Maligne Histiozytose (bösartige Tumorerkrankung) beim Bernersennenhund oder Hyperurikosurie  beim Dalmatiner. Da dies meistens durch bestimmte Gendefekte ausgelöst werden und damit auch vererbt werden, sind die Zuchtverbände und Forschung bemüht, das Gen zu identifizieren. Ist das Gen bekannt, kann häufig nach diesem Gendefekt gesucht und über eine Blutprobe nachgewiesen werden. Mit Tieren, die das „kranke“ Gen haben, sollte nicht mehr gezüchtet werden. Die Erforschung von Gendefekten kann sehr lange dauern und teuer sein. Dies hat zur Folge, dass manche Untersuchungen auf defekte Gene patentiert sind und nur von speziellen Laboren durchgeführt werden kann.

Anders verhält es sich z.B. bei der Anfertigung von Röntgenbildern zum Ausschluss von bestimmten Erkrankungen. Beim Verein für Deutsche Schäferhunde wird mit der jeweiligen Tierarztpraxis ein Vertrag geschlossen, der die Praxis berechtigt die geforderten Aufnahmen anzufertigen und zur Auswertung zu Versenden.

Während i.d.R. die Gendefekte oder die Röntgenaufnahmen eher für die Zuchttauglichkeit ausschlaggebend sind, gibt es doch einige „Baustellen“, die für den Halter von Relevanz sind. So ist die Ernährung eine nicht zu unterschätzende Rasseproblematik. Gerade die Ernährung eines heranwachsenden Hundes kann mehr bedeuten, als Futter aus dem Discounter in den Napf zu geben. Hier wird weniger nach Rasse als mehr nach Hundegruppen unterschieden.

Die unterschiedlichen Dispositionen zu kennen, gehört zum Basiswissen in der Tiermedizin und ist bei jeder Vorstellung eines Haustieres wichtig. Natürlich gibt es die Dispositionen auch bei Katzen. So sind Main Coon Katzen häufiger von Herzerkrankungen betroffen, als die meisten anderen Rassen. Perserkatzen leiden  häufiger an Nierenzysten.

Sollten Sie spezielle Fragen zu Ihrem Hund oder Katze und mit damit eventuell verbunden Krankheiten haben oder sich für spezielle Untersuchungen interessieren, sprechen Sie uns an.

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Der Markt für Haustiere wächst stetig und wird zunehmend unübersichtlich. Verschiede Personen bieten ihre Leistungen an: Ernährungsberater, Tierheilpraktiker, Chiropraktiker, Osteopathen und und und…Für die Ausbildung zum Tierarzt ist ein mindestens 5 1/2 Jahre andauerndes Studium nötig. In dieser Zeit werden die anatomischen und physiologischen Grundlagen, die tierartspezifischen Besonderheiten (z.B. Medikamentenunverträglichkeiten), sowie die unterschiedlichen Krankheiten gelehrt. Die Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten beträgt je nach Schulabschluss zwei bis drei Jahre.  Sowohl für TFAs als auch für Tierärzte gibt es die Möglichkeiten der zusätzlichen Qualifikationen. So kann z.B. die Fachtierarztbezeichnung für Tierernährung oder die Zusatzbezeichnung für Homöopathie oder Akupunktur erworben werden.

Davon abzugrenzen sind selbsternannte Berater, Tierheilpraktiker etc. Diese Bezeichnungen sind nicht geschützt- d.h. das sich jeder z.B. Tierheilpraktiker nennen darf. Häufig wird mit Zertifikaten geworben, die nach unterschiedlicher „Ausbildung“- manchmal nur Wochenendkurse oder Fern“studium“ erworben werden. Natürlich kann in dieser Zeit nicht das Fachwissen vermittelt werden, wie in einem mehrjährigem Vollzeitstudium oder in einer mehrjährigen Ausbildung einer TFA. Dies führt nicht selten dazu, dass Krankheiten nicht erkannt oder sogar falsch behandelt werden.

Auch Apotheker bemühen sich um die vierbeinige Kundschaft. Leider ist die tierische Pharmakologie nicht Bestandteil des Apothekerstudiums. Auch befähigt „Ich bin selbst Hundehalter“ nicht dazu, Arzneimittel für Hunde gezielt abzugeben. Schließlich kann nicht jeder, der Kinder hat auch diese selbst behandeln, sondern sucht im Krankheitsfall einen Kinderarzt auf.

Unsere Haustiere haben spezielle Stoffwechselvorgänge und dies muss in der Therapie berücksichtigt werden. Ich kann also nicht unbedingt ein Floh- und Zeckenmittel für den Hund halbieren und es zwei Katzen auftragen, nur weil es rechnerisch für das Gewicht reicht und es preislich besser wäre. Auch darf z.B. Frontline nicht beim Kaninchen aufgetragen werden, da es für diese Tiere giftig ist.

In meiner Praxis werden Sie von geschultem und gut ausgebildetem Personal betreut- Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne !

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