Gerade bei schönem Wetter zieht es den einen oder anderen raus an die frische Luft und er wird zur sportlichen Betätigung animiert. Häufig wird der Hund dazu mitgenommen. Auch wenn grundsätzlich nichts dagegen spricht, den Hund neben dem Fahrrad laufen zu lassen, sollten ein paar Dinge beachtet werden.

Mit einem Fahrrad ist man deutlich schneller, als zu Fuß. Ein Hund hat meistens einen Jagdinstinkt und wird so zum mitlaufen motiviert. Häufig läuft er dann schneller als ihm gut tut. Wichtig ist auch das Alter des Hundes zu berücksichtigen. Junge Hunde sollten in Ihren ersten Monaten behutsam bewegt werden. Natürlich ist es sinnvoll, möglichst früh mit einem Hund das Laufen am Fahrrad zu üben. Es ist dabei schonender für den Hund mehrere kleine „Lektionen“ (zum Beispiel á 5 min) zu üben, als 30 min am Stück zu laufen.

Grundsätzlich ist das Laufen am Fahrrad eine gelenkschonende Bewegung. Der Hund bleibt bei einem gleichförmigen Tempo ohne plötzlich zu Stoppen oder wieder zu Beschleunigen. Allerdings darf man nicht denken, dass man am Fahrrad mal den Hund richtig auspowert. Dem Hund geht es wie uns Menschen beim Joggen. Sicherlich ist man nach der ersten Runde ziemlich fertig. Bei regelmäßigem Sport wird dagegen Kondition aufgebaut. Natürlich braucht der Hund auch Regenerationszeit. Ein Training alle 2 Tage ist vollkommend ausreichend. Bitte denken Sie auch dran, dass Ihr Hund Muskelkater bekommen kann.

Bei einer Tour mit dem Fahrrad sollte das Wetter berücksichtigt werden. Hunde können nicht so wie wir Menschen schwitzen. Sie nutzen zur Thermoregulation die Schweißdrüsen an den Pfoten und das Hecheln. Beides hat begrenzte Kapazität. Deshalb sollte es nicht zu warm sein. Je wärmer es ist, desto kürzer sollte die Strecke sein und es muss ausreichend Wasser in den Pausen gereicht werden.

Zu guter Letzt muss der Untergrund beachtet werden. Was wir für Fahrradfahren als guten Untergrund empfinden – also eine gut geteerte Asphaltstraße- kann für unsere vierbeinigen Freunde schmerzhaft enden. Bei harten Böden nutzt sich die Haut an den Ballen schnell ab. Wird diese zu dünn, wird jeder Tritt schmerzhaft.

Vor und nach jeder Tour müssen die Gliedmaßen kontrolliert werden. Wenn Steine oder Haarballen im Zwischenzehenbereich drücken, ist das für den Hund sehr schmerzhaft. Auch zu lange Krallen können das Laufen behindern. Verletzungen (Ballenhaut, Schnittverletzungen) etc. gehören unverzüglich versorgt und gepflegt.

Es sollte sich von selbst verstehen, dass nur mit einem gesunden Hund Sport getrieben werden kann. Sowohl bei Herzproblemen als auch bei Gelenkserkrankungen oder wenn das Tier unter Schmerzmedikamente steht, sollte man von dieser Art der Bewegung Abstand nehmen.

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