Gerade in diesen heißen Sommermonaten fällt es auf, dass wenige Mücken, aber um so mehr Fliegen durch die Gegend schwirren. Fliegen haben eine Optimaltemperatur zwischen 20 und 25 °C. Im Abstand von drei bis vier Tagen legen die Weibchen in den Sommermonaten zwischen 150 und 400 Eier ab. Aus diesen schlüpfen nach ca. 24 Stunden die Maden. Bei sehr hohen Temperaturen kann das Schlüpfen auch schneller gehen. Die Eier werden auf eiweißhaltigem Substrat abgelegt. Fliegen werden durch Gerüche angelockt, die beim Abbau von eiweißhaltigem Substrat entstehen. Deshalb sind sie oft auf verdorbenen Lebensmitteln, gammligem Fleisch, Kot oder ähnlichem zu finden.

Leider werden auch unsere Haustiere nicht vom Fliegenbefall verschont. Fliegen stören das Wohlbefinden durch das ständige Umschwirren. Außerdem übertragen sie Krankheiten, wenn sie sich zum Beispiel am Augen in der Tränenflüssigkeit von Rindern oder Pferden aufhalten. Ein weitaus größeres Problem stellen Fliegen aber an Wunden dar. Nässende Hautentzündungen, andere Wunden oder von Durchfall verklebtes Fell stellen für Fliegen einen beliebten Eiablageplatz dar. Innerhalb eines Tages können dann Maden aus den Eiern schlüpfen. Diese bohren sich dann in und unter die Haut, sie verkriechen sich auch in Hautfalten oder in die Körperöffnung der Anogenitalregion. Durch die Bewegungen der Maden kommt es zu einem Juckreiz, manchmal jucken sich die Tiere blutig, d.h. sie haben dort offene Wunden. Außerdem kann es zu Hautnekrosen (d.h. die Haut stirbt ab) kommen sowie zu großflächiger Hautablösung. An solchen Stellen sammeln sich Bakterien und es kommt zu einer eitrigen und manchmal auch fiebrigen Entzündung.

Ein Befall mit Maden muß sofort behandelt werden. Die sichtbaren Maden müssen umgehend abgesammelt werden und das Tier mit einem Medikament behandelt werden, das die eventuell nicht sichtbaren, verbliebenen Maden zuverlässig abtötet. Anschließend werden die Wunden gereinigt. Verklebtes Fell muss großflächig geschoren werden. Bei einer zusätzlichen bakterielle Entzündung benötigt das Tier ein Antibiotikum. Meistens müssen die entstandenen Wunden mehrere Tage professionell versorgt und gereinigt werden. Häufig lösen sich einige Tage nach dem Befall verschiedene Hautpartien und eine große Wunde wird sichtbar. Auch diese muss versorgt und gereinigt werden. Ist die Wunde sauber, kann man unter bestimmten Umständen versuchen, chirurgisch die Wunde zu verkleinern. Das Wichtigste ist allerdings, einen erneuten Fliegenbefall zu verhindern. Am einfachsten erreicht man dies, wenn das Tier nur noch in der Wohnung gehalten und die Räume mit Fliegengittern gesichert werden.

Gerade langhaarige Tiere oder Tiere mit Vorerkrankungen (stark geschwächte, sehr junge oder alte Tiere, Durchfall, Inkontinenz, offene Wunden) sind gefährdet. Am häufigsten sind Kaninchen betroffen, aber auch bei Perserkatzen, Katzenwelpen oder Hunden konnten wir in der Praxis schon Fliegenbefall beobachten (und beheben).

Seien Sie wachsam und kontrollieren Sie mindestens einmal täglich den Körper ihres Tieres. Achten Sie auch bei der Fütterung, ob das Dosen- oder Frischfutter schon mit Fliegeneiern verunreinigt ist.

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Die neue Datenschutzgrundverordnung ist in aller Munde. Sie betrifft auch die Tierarztpraxis. Wir benötigen Ihren Namen, die aktuelle Anschrift und Telefonnummer. Von Ihrem Hausgenossen benötigen wir Tierart und Rasse, Name, Geschlecht, Fellfarbe und Geburtsdatum, sowie, wenn vorhanden, Chipnummer und Nummer des EU-Impfausweises. Wir teilen Ihnen mit Anlegen der Patientenkartei eine Kundennummer (Tierhalter) und eine Patientennummer (für das jeweilige Tier) zu. Bei lebensmittelliefernden Betrieben benötigen wir noch die HIT-Nummer nach Viehvehrkehrsverordnung und die Tierseuchenkassennummer. Diese Daten werden nur für den Praxisablauf benötigt. Bei angefertigten Röntgenbildern oder bei Ultraschalluntersuchungen finden sich diese Angaben wieder. Die Daten werden in der Praxis gespeichert. Bei weiterführenden Untersuchungen an Fremdlabore werden einige Daten zur Identifizierung und bessere Befundinterpretation (z.B. Unterschiedliche Bakterien bei Hund oder Vogel) weitergegeben. Ebenso erfolgt eine Weitergabe an die ÜÜbeweisungsklinik, sofern es notwendig ist. Mit einer Überweisung werden nicht nur die Patientendaten weitergegeben, sondern auch Ergebnisse der vorangegangenen Untersuchung und die Krankengeschichte. Dies hat die Folge, dass z.B. Röntgenaufnahmen nicht doppelt oder dreifach angefertigt werden müssen. Bei einer Chipimplantation melden wir das Haustier automatisch beim TASSO- Register an, damit es im Verlustfall schnell zurück vermittelt werden kann. Ansonsten erfolgt keine Weitergabe an Dritte. Wir nutzen Ihre Daten zu einer jährlichen Weihnachtskarte (betrifft nur aktive Kunden der letzten zwei Jahre) und erinnern Sie an die fälligen Impfungen.
Sollten Sie Einwände bezüglich Aufnahme, Speicherung und gezielte Weitergabe Ihrer Daten haben, sprechen Sie uns bitte an. Aus steuerrechtlichen und arzneimittelrechtlichen Gründen dürfen wir nicht alle Daten komplett löschen, so sind z.B. die Rechnungsnummern mit den dazugehörigen Rechnungen 10 Jahre aufzubewahren.
Sollten Sie noch Fragen zu Ihren Daten haben, sprechen Sie uns bitte an!

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Häufig kollidieren die Vorstellungen von dem Traumberuf mit der Realität. Um das zu vermeiden, sollte man sich informieren. Dazu gibt es Infos im Internet, beim Arbeitsamt und – sehr wichtig- Praktika. Je nachdem was man sich von einem Praktikum verspricht und was man von dem Beruf weiß, variiert die empfohlene Dauer. Um einen Betrieb kennen zu lernen, reicht meistens eine Woche nicht aus. In der Zeit erlebt man, wie die Menschen in der Praxis arbeiten, welche Arbeitsabläufe wann und wie erfolgen und wo die benötigten Materialien liegen. Ab der zweiten Woche ist dann ein Mitarbeiten einfacher.

Praktikanten brauchen Zeit: Sie müssen kontinuierlich betreut werden, da eine Praxis relativ viel Gefahrenpotenzial bietet. Es können von verschiedenen Medikamenten, Spritzen, anderes scharfes Instrumentarium, Chemikalien oder auch von unwilligen Katzen oder Hunden Gefahren ausgehen. Weiterhin brauchen Praktikanten Anleitungen, Hilfestellungen und auch Nachbetreuung.

Der Praxisalltag ist manchmal schlecht zu planen: Es können Notfälle dazwischen kommen und man weiß nie, ob die veranschlagte Sprechzeit ausreicht, um alle Patienten zu versorgen. Bei uns ist Feierabend, wenn alle Patienten gut versorgt sind. Als Praktikant wäre es sinnvoll, diesen Arbeitsalltag mitzumachen- einfach um herauszufinden, ob man mit so einem unregelmäßigen Tagesablauf klar kommt.

Auch die anfallenden Tätigkeiten variieren- zum einen je nach Behandlungsfall, aber auch abhängig von den Fähigkeiten des Praktikanten. Wenn jemand selbständig, verantwortungsbewußt sowie gründlich arbeitet, können auch weiterführende Aufgaben übertragen werden. Braucht jemand eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wird man keine weiterführenden Tätigkeiten (z.B. Versorgung von Stationspatienten) übertragen bekommen.

Entgegen der allgemeinen Erwartungen, sind die häufigsten Tätigkeiten mit Reinigungsarbeiten verbunden: Praxiswischen, Reinigung von Instrumentarium nach einer Operation, Reinigung der Tische, Reinigung von Futternäpfen, Reinigung von Stationsboxen oder Transportboxen etc. Die Praxis beeinhaltet die Praxisräume, allerdings auch die Personalräume (Personalküche und -bad und ein Ruheraum). In unserem Ruheraum residiert unsere Praxiskatze, die ebenfalls versorgt und gepflegt werden möchte.

Mit diesen Tätigkeiten muss man umgehen können und sollte auch daran Spass haben. Wenn man das nicht mag, sollte man sich schon überlegen, ob diese Stelle die richtige ist. Natürlich gehört auch die Assistenz in der Sprechstunde oder beim Röntgen dazu- allerdings nimmt dieser Part maximal ein Drittel der Zeit ein.

Während Schulpraktikanten überwiegend von den TFAs betreut und angeleitet werden, sowie diese auch in ihren Tätigkeiten unterstützen, werden Praktikanten aus dem Tiermedizinstudium vom Tierarzt betreut und erleben diesen Arbeitstag mit: d.h. sie assistieren in der Sprechstunde und beim Röntgen sowie bei OPs und kommen mit zu Hausbesuchen.

Ich halte es für wichtig jungen Menschen Einblicke in den Beruf zu ermöglichen. Da mit einem Praktikum aber viel Zeit und Aufwand von uns verbunden ist und wir Lebewesen betreuen, wünsche ich mir Praktikanten, die wirklich Interesse am Beruf als auch den Patienten haben und nicht nur ihre Zeit absitzen müssen.

Bewerbungen können schriftlich oder per email erfolgen.

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Etwas 2000 vor Christus wurde die Katze in Ägypten domestiziert. Der Charme, das bis ins Alter andauerde Spiel- und Jagdverhalten sowie der anschmiegsame Charakter der Katze begeistert bis heute die Menschen. Vielleicht liegt es an ihrer Herkunft, dass Katzen relativ wenig trinken. U.a. deshalb treten bei älteren Katzen gehäuft Nierenerkrankungen auf. Geschädigtes Nierengewebe regeneriert sich nicht. Deshalb ist es wichtig, Nierenerkrankungen früh zu erkennen und ggf. eine Therapie einzuleiten. Es wird bei Katzen ab 7 Jahren empfohlen, regelmäßig eine Blutkontrolle bezüglich Nierenwerte durchzuführen. Bis vor kurzem wurden v.a. die Werte Harnstoff, Kreatinin und Phosphat untersucht. Diese Werte zeigen Nierenerkrankungen an, wenn ca. 60-70 % des Nierengewebes geschädigt sind. Klinische Symptome, wie z.B. vermehrtes Trinken und starker Urinabsatz, Erbrechen, können auftreten, allerdings gibt es auch Patienten, die keine Symptome zeigen.

Da sich das Gewebe nicht bzw. nur schlecht regeneriert, ist eine frühzeitige Therapie wichtig. Seit kurzem steht ein neuer Biomarker für die chronische Nierenerkrankung zur Verfügung- das SDMA (Symmetrisches Dimethylarginin). Dieser Biomarker zeigt Nierenerkrankungen an, wenn ca. 30 % Schädigung vorliegt. Dies ermöglicht eine frühzeitige Therapie und damit verbundene Entlastung und Schonung des restlichen Nierengewebes.

In unserer Praxis wird dieser neue Biomarker bei der Untersuchung auf Nierengesundheit regelmäßig mit kontrolliert. Wenn Sie dazu Fragen haben, sprechen Sie uns an!

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Alter  ist relativ. Mancher Senior wirkt mit 70 Jahren fit und junggeblieben und manche Menschen sind mit 50 Jahren schon alt. Wenn es bei Menschen schon schwierig ist, zu bestimmen, was „alt“ ist, wie können wir das dann bei unseren Haustieren?

Unsere Haustiere unterscheiden sich durch ihre Arten (Hunde, Katzen, Kaninchen etc.) aber auch durch ihre Rassen (Berner Sennenhund, Main Coon Katze, Rosettenmeerschweinchen etc.) aus. Wie bei uns ist Altern auch streß- und haltungsabhängig.

Während eine Ratte eine Lebenserwartung von 2-3 Jahren hat, kann ein  Wellensittich zwischen 5-8 Jahre leben oder  ein Meerschweinchen ca. 4-8 Jahre. Katzen und manche Hunderassen werden deutlich älter. Die Lebenserwartung sollte bei der Anschaffung eines Haustieres berücksichtigt werden, immerhin übernimmt man Verantwortung für ein Lebewesen.

Bei Katzen kann man von einer Lebenserwartung von 14 bis 20 Jahren ausgehen. Obwohl Katzen also relativ alt werden können, fangen die Tiere mit 7 Jahren an zu altern. Wenn man sich so manchen Streuner anschaut, wirken diese relativ schnell alt. Dazu kommt, dass unkastrierte Katzen nicht so lange leben wie kastrierte Artgenossen. Das liegt daran, dass aufgrund der Hormone der Streßpegel steigt und häufig Prügeleien unter den Tieren stattfinden. Diese Auseinandersetzungen führen nicht nur zu Verletzungen, sondern können auch lebensbedrohliche Krankheiten übertragen.

Da Katzen häufig im höheren Alter Nieren- und Schilddrüsenerkrankungen bekommen, empfiehlt es sich ab 7 Jahren einen Alterscheck inklusive Blutprobe durchzuführen.

Bei Hunden ist die Altersfrage schwer zu beantworten. Grundsätzlich werden große Hunde nicht so alt wir kleine Hunde und altern dementsprechend schneller. Bei einer Dogge kann man von einer Lebenserwartung von 8 Jahren ausgehen und ein Alterungsprozeß wird bei 5 Jahren einsetzen.

Kleine Hunde, wie zum Beispiel Dackel oder Yorkshire Terrier, können ohne Probleme manchmal 18 Jahre alt werden. Dementsprechend  sind dann 12 Jahre alte Tiere zwar der älteren Gruppe zu zuordnen, aber ohne „richtig“ alt zu sein. Zusätzlich sind die Rassedispostionen für bestimmte Krankheiten zu berücksichtigen, denn im Alter erhöht sich manchmal die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten selbiger. Dies ist damit zu erklären, dass Zellschäden zu Krankheiten führen. Je häufiger sich eine Zelle erneuert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich bei so einer Erneuerung ein Fehler einschleicht.

Je nach Rasse werden dann auch verschiedene Vorsorgeuntersuchung angeboten zum Beispiel Röntgen des Brustkorbs (um krankhafte Herzvergrößerungen festzustellen), Ultraschall des Bauchraumes (um Milztumore auszuschließen) sowie Blutproben (um Diabetes auzuschließen und die Funktionen von Leber und Nieren zu überwachen).

Haben Sie Fragen zur individuellen Altersversorgung ihres Lieblings? Dann fragen Sie uns- wir helfen Ihnen gern!

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Wer kennt das nicht: Man geht spazieren und sieht auf der Straße einen niedlichen Hund und grübelt, welche Rasse könnte der sein? Aber was ist eigentlich eine Hunderasse?

Es gibt keine einheitliche Definition einer Hunderasse. Im Veterinärmedizinischen Wörterbuch steht: Rasse: Eine Gruppe von Individuen einer Art, die sich in bestimmten Merkmalen von anderen Individuengruppen unterscheiden und diese Merkmalsvariation vererben. Es gibt verschiedene Merkmale (äußerlich: z.B. Körperbau, Fellfarbe, Haarlänge und innerlich: Wesen), die sich von anderen abgrenzen lassen. Meistens sind Rassen durch ihre jeweiligen Zuchtverbände /Vereine definiert. So kommt es, dass kontinuierlich neue Hunderassen entstehen z.B. Rasmo, Labradoodle.

Es gibt verschiedene Prädispostionen (Vorbelastung) für Erkrankungen, die bei bestimmen Rassen gehäuft auftreten. z.B. Maligne Histiozytose (bösartige Tumorerkrankung) beim Bernersennenhund oder Hyperurikosurie  beim Dalmatiner. Da dies meistens durch bestimmte Gendefekte ausgelöst werden und damit auch vererbt werden, sind die Zuchtverbände und Forschung bemüht, das Gen zu identifizieren. Ist das Gen bekannt, kann häufig nach diesem Gendefekt gesucht und über eine Blutprobe nachgewiesen werden. Mit Tieren, die das „kranke“ Gen haben, sollte nicht mehr gezüchtet werden. Die Erforschung von Gendefekten kann sehr lange dauern und teuer sein. Dies hat zur Folge, dass manche Untersuchungen auf defekte Gene patentiert sind und nur von speziellen Laboren durchgeführt werden kann.

Anders verhält es sich z.B. bei der Anfertigung von Röntgenbildern zum Ausschluss von bestimmten Erkrankungen. Beim Verein für Deutsche Schäferhunde wird mit der jeweiligen Tierarztpraxis ein Vertrag geschlossen, der die Praxis berechtigt die geforderten Aufnahmen anzufertigen und zur Auswertung zu Versenden.

Während i.d.R. die Gendefekte oder die Röntgenaufnahmen eher für die Zuchttauglichkeit ausschlaggebend sind, gibt es doch einige „Baustellen“, die für den Halter von Relevanz sind. So ist die Ernährung eine nicht zu unterschätzende Rasseproblematik. Gerade die Ernährung eines heranwachsenden Hundes kann mehr bedeuten, als Futter aus dem Discounter in den Napf zu geben. Hier wird weniger nach Rasse als mehr nach Hundegruppen unterschieden.

Die unterschiedlichen Dispositionen zu kennen, gehört zum Basiswissen in der Tiermedizin und ist bei jeder Vorstellung eines Haustieres wichtig. Natürlich gibt es die Dispositionen auch bei Katzen. So sind Main Coon Katzen häufiger von Herzerkrankungen betroffen, als die meisten anderen Rassen. Perserkatzen leiden  häufiger an Nierenzysten.

Sollten Sie spezielle Fragen zu Ihrem Hund oder Katze und mit damit eventuell verbunden Krankheiten haben oder sich für spezielle Untersuchungen interessieren, sprechen Sie uns an.

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Der Markt für Haustiere wächst stetig und wird zunehmend unübersichtlich. Verschiede Personen bieten ihre Leistungen an: Ernährungsberater, Tierheilpraktiker, Chiropraktiker, Osteopathen und und und…Für die Ausbildung zum Tierarzt ist ein mindestens 5 1/2 Jahre andauerndes Studium nötig. In dieser Zeit werden die anatomischen und physiologischen Grundlagen, die tierartspezifischen Besonderheiten (z.B. Medikamentenunverträglichkeiten), sowie die unterschiedlichen Krankheiten gelehrt. Die Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten beträgt je nach Schulabschluss zwei bis drei Jahre.  Sowohl für TFAs als auch für Tierärzte gibt es die Möglichkeiten der zusätzlichen Qualifikationen. So kann z.B. die Fachtierarztbezeichnung für Tierernährung oder die Zusatzbezeichnung für Homöopathie oder Akupunktur erworben werden.

Davon abzugrenzen sind selbsternannte Berater, Tierheilpraktiker etc. Diese Bezeichnungen sind nicht geschützt- d.h. das sich jeder z.B. Tierheilpraktiker nennen darf. Häufig wird mit Zertifikaten geworben, die nach unterschiedlicher „Ausbildung“- manchmal nur Wochenendkurse oder Fern“studium“ erworben werden. Natürlich kann in dieser Zeit nicht das Fachwissen vermittelt werden, wie in einem mehrjährigem Vollzeitstudium oder in einer mehrjährigen Ausbildung einer TFA. Dies führt nicht selten dazu, dass Krankheiten nicht erkannt oder sogar falsch behandelt werden.

Auch Apotheker bemühen sich um die vierbeinige Kundschaft. Leider ist die tierische Pharmakologie nicht Bestandteil des Apothekerstudiums. Auch befähigt „Ich bin selbst Hundehalter“ nicht dazu, Arzneimittel für Hunde gezielt abzugeben. Schließlich kann nicht jeder, der Kinder hat auch diese selbst behandeln, sondern sucht im Krankheitsfall einen Kinderarzt auf.

Unsere Haustiere haben spezielle Stoffwechselvorgänge und dies muss in der Therapie berücksichtigt werden. Ich kann also nicht unbedingt ein Floh- und Zeckenmittel für den Hund halbieren und es zwei Katzen auftragen, nur weil es rechnerisch für das Gewicht reicht und es preislich besser wäre. Auch darf z.B. Frontline nicht beim Kaninchen aufgetragen werden, da es für diese Tiere giftig ist.

In meiner Praxis werden Sie von geschultem und gut ausgebildetem Personal betreut- Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne !

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Viele Fernsehsendungen begleiten verschiedene Tierärzte im Alltag. Gerade im Süddeutschen Raum und in Österreich gibt es die Tierrettung, die im Rettungswagen die Tiere versorgt. Damit werden verschiedene Erwartungen bei Tierbesitzern geweckt, die in Praxis so nicht umzusetzen und für den Halter auch nicht bezahlbar sind. Denn hierzu sei erwähnt, dass im Bereitschaftsdienst ein erhöhter Gebührensatz für die Leistungen abgerechnet werden.

Hier in Mecklenburg ist jede Tierarztpraxis zum Bereitschafts- und Notdienst verpflichtet. Die Organisation obliegt den Kollegen untereinander. Dies funktioniert mal besser und mal schlechter. Ziel ist es, dass Tierhalter mit akut erkrankten Tieren für Notfälle einen Ansprechpartner haben. Der Notdienst ist nicht für Menschen gedacht, die es in der Woche nicht schaffen, zum Tierarzt zu gehen. Im Notdienst sollen lebensbedrohliche Erkrankungen versorgt werden. Da im Notdienst weniger Tierärzte bereitstehen, können durchaus mehrere Patienten zeitgleich Versorgung bedürfen. Damit allen eine optimale Behandlung zu Teil wird, ist eine Vorstellung in der Praxis essentiell. Gerade Notfälle brauchen eine sichere Diagnostik, die eben nur in der Praxis durchgeführt werden kann (z.B. Röntgen oder Ultraschall).  Ein Anspruch auf einen Hausbesuch besteht nicht. Natürlich sind Großtierpatienten davon ausgenommen.

Ein geschätzer Kollege formulierte es treffend „Notdienst ist kein Rettungsdienst“.

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Wenn man krank ist und zum Arzt geht, bezahlt man im Regelfall nicht für die Behandlung, sondern die Abrechnung erfolgt direkt zwischen der Krankenkasse und dem Arzt. Das gleiche gilt, wenn man Medikamente braucht. Bei einem Tierarztbesuch ist das anders: der Tierarzt schreibt eine Rechnung, die sowohl Leistungen als auch Medikamente enthält. Dabei kann der Tierarzt seine Preise bzw. Gebühren nicht frei wählen, sondern muss sich an die GOT und Arzneimittelpreisverordnung halten. GOT ist die Abkürzung für Gebührenordnung für Tierärzte. Jeder Tierarzt ist verpflichtet sich an diese Gebührenordnung zu halten. Dabei kann er stufenfrei zwischen dem einfachen bis hin zum dreifachen Satz wählen. Welcher Satz gewählt wird, hängt i.d.R. davon ab, zu welchem Zeitpunkt das Tier vorgestellt wird. So wird nachts, an Wochenenden oder Feiertagen eine höhere Gebühr fällig. Aber auch andere Kriterien spielen eine Rolle, z.B. besondere „Störungen“ im allgemeinen Praxisablauf, besondere Schwierigkeit bzw. Zeitaufwand. Auch dürfen die Gebührensätze in den einzelnen Leistungen variieren.  Für den Besitzer mag das schrecklich klingen, allerdings hat diese Gebührenordnung einen Sinn, der durchaus im Interesse der Tierhalter liegt:

Die Gebührenordnung soll sicherstellen, dass die Praxis ihre Unkosten decken kann. Dazu gehören Raumkosten inklusive aller Nebenkosten (Strom, Wasser, Abfallgebühren), Personalkosten, Gerätekosten (Anschaffung, Wartung etc.), Versicherungen (Haftpflicht, Gebäudeversicherung etc.), Kfz-Kosten, Weiterbildungskosten usw. So kann ein qualitativer Standart in der Tierbehandlung und -diagnostik gehalten werden. Schließlich möchte kein Tierbesitzer, dass OP- Handschuhe zweimal getragen werden.

Auf der anderen Seite verbietet die GOT eine Doppelberechnung von Leistungen und legt auch fest, dass weitergereichte Laborrechnungen ohne Aufschlag berechnet werden.

Die Gebührenordnung  ermöglicht so einen gewissen Wettbewerb zwischen den einzelnen Kollegen, sie verhindert aber Dumpingpreise und zu hohe Preise, was letztlich im Interesse aller ist: Tierärzte und Patienten.

Die Gebührenordnung ist unter

https://www.tieraerzteverband.de/bpt/Tierbesitzer/got/

einsehbar. Jeder Tierhalter hat das Recht eine vollständige Rechnung für die Behandlung seines Lieblings zu erhalten und kann damit auch die Positionen überprüfen.

 

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Gerade in diesem feuchten Sommer haben die Schnecken Hochsaison. Vielen Gartenfreunden gefällt dies nicht und sie wappnen sich gegen die „Nahrungskonkurrenten“. Doch Schneckenkorn ist nicht gleich Schneckenkorn. Es gibt in den Inhaltstoffen, Wirkung und vor allem in der Gefährlichkeit für andere Haus- und Wildtiere erhebliche Unterschiede.

Die gängigen Wirkstoffe sind Eisen- III- Phosphat, Metaldehyd und Methiocarb. Während Eisen-III-Phosphat ein Fraßstopp bewirkt und für andere Tiere unbedenklich ist, sind die anderen beiden Wirkstoffe nicht ungefährlich. Sowohl bei Methiocarb als auch bei Metaldehyd können schwere lebensbedrohliche Vergiftungen bei der direkten als auch bei der indirekten Aufnahme (z.B. über tote Schnecken) auftreten.

Bei einer Aufnahme sollten die Vierbeiner umgehend zum Tierarzt gebracht werden. Wenn die Aufnahme ca. 30 min zurück liegt, kann man den Patienten erbrechen lassen. Auch die Eingabe von Aktivkohle kann die Resorption im Magen-Darm-Trakt hemmen. Bei Symptomen gibt es leider kein Gegenmittel. Die Therapie erfolgt symptomatisch und ist oft leider nicht erfolgreich, da es schwere Leber- und Nierenschäden gibt. Hervorzuheben ist, dass nicht nur Hunde oder Katzen von Vergiftungen betroffen sein können, sondern auch Igel, Eidechsen, Vögel etc.

Aufgrund der schweren Toxizität sollte man sich sehr genau überlegen, ob man wirklich mit Gift arbeiten möchte. Prinzipiell sollte man sich überlegen, dass Schnecken zur biologischen Nahrungskette gehören und durch das Schneckenkorn auch die Tiere mit Häuschen betroffen sind. Auch hat Schneckenkorn keine Depo-Wirkung. Das heißt, dass man es immer wieder neu ausbringen muss, um seinen Garten schneckenfrei zu halten. Es gibt einige wirksame giftfreie Möglichkeiten, sich Schnecken „vom Garten“ zu halten. So wirken Kupferbänder abschreckend. Allerdings kommt es auf die Breite an. Auch Schneckenzäune oder Schneckenkragen können wirkungsvoll vor Kahlfrass schützen.  Bei einem großen Garten sind chinesische Laufenten eine natürliche Hilfe gegen die Schneckeninvasion.

Auch Schnecken sind Lebewesen und haben ihre Daseinsberechtigung. Auch wenn wir sie als lästig empfinden, sind sie für einige Bereiche in der Natur wichtig. Wenn ich mich über einen Igel im Garten freue, brauche ich auch ein paar Schnecken als Nahrung :-). Auch wenn mir noch keine Studie bekannt ist, die über Empfindungen bei Schnecken geforscht hat, denke ich doch, dass die Gifte zur Bekämpfung der Schnecken für selbige sehr qualvoll ist. Dementsprechend sind meiner Meinung nach die angesprochenen Alternativen zu bevorzugen. Auch haben diese keine Nebenwirkungen.

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