Alter  ist relativ. Mancher Senior wirkt mit 70 Jahren fit und junggeblieben und manche Menschen sind mit 50 Jahren schon alt. Wenn es bei Menschen schon schwierig ist, zu bestimmen, was „alt“ ist, wie können wir das dann bei unseren Haustieren?

Unsere Haustiere unterscheiden sich durch ihre Arten (Hunde, Katzen, Kaninchen etc.) aber auch durch ihre Rassen (Berner Sennenhund, Main Coon Katze, Rosettenmeerschweinchen etc.) aus. Wie bei uns ist Altern auch streß- und haltungsabhängig.

Während eine Ratte eine Lebenserwartung von 2-3 Jahren hat, kann ein  Wellensittich zwischen 5-8 Jahre leben oder  ein Meerschweinchen ca. 4-8 Jahre. Katzen und manche Hunderassen werden deutlich älter. Die Lebenserwartung sollte bei der Anschaffung eines Haustieres berücksichtigt werden, immerhin übernimmt man Verantwortung für ein Lebewesen.

Bei Katzen kann man von einer Lebenserwartung von 14 bis 20 Jahren ausgehen. Obwohl Katzen also relativ alt werden können, fangen die Tiere mit 7 Jahren an zu altern. Wenn man sich so manchen Streuner anschaut, wirken diese relativ schnell alt. Dazu kommt, dass unkastrierte Katzen nicht so lange leben wie kastrierte Artgenossen. Das liegt daran, dass aufgrund der Hormone der Streßpegel steigt und häufig Prügeleien unter den Tieren stattfinden. Diese Auseinandersetzungen führen nicht nur zu Verletzungen, sondern können auch lebensbedrohliche Krankheiten übertragen.

Da Katzen häufig im höheren Alter Nieren- und Schilddrüsenerkrankungen bekommen, empfiehlt es sich ab 7 Jahren einen Alterscheck inklusive Blutprobe durchzuführen.

Bei Hunden ist die Altersfrage schwer zu beantworten. Grundsätzlich werden große Hunde nicht so alt wir kleine Hunde und altern dementsprechend schneller. Bei einer Dogge kann man von einer Lebenserwartung von 8 Jahren ausgehen und ein Alterungsprozeß wird bei 5 Jahren einsetzen.

Kleine Hunde, wie zum Beispiel Dackel oder Yorkshire Terrier, können ohne Probleme manchmal 18 Jahre alt werden. Dementsprechend  sind dann 12 Jahre alte Tiere zwar der älteren Gruppe zu zuordnen, aber ohne „richtig“ alt zu sein. Zusätzlich sind die Rassedispostionen für bestimmte Krankheiten zu berücksichtigen, denn im Alter erhöht sich manchmal die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten selbiger. Dies ist damit zu erklären, dass Zellschäden zu Krankheiten führen. Je häufiger sich eine Zelle erneuert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich bei so einer Erneuerung ein Fehler einschleicht.

Je nach Rasse werden dann auch verschiedene Vorsorgeuntersuchung angeboten zum Beispiel Röntgen des Brustkorbs (um krankhafte Herzvergrößerungen festzustellen), Ultraschall des Bauchraumes (um Milztumore auszuschließen) sowie Blutproben (um Diabetes auzuschließen und die Funktionen von Leber und Nieren zu überwachen).

Haben Sie Fragen zur individuellen Altersversorgung ihres Lieblings? Dann fragen Sie uns- wir helfen Ihnen gern!

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