Der Fuchsbandwurm (lat. Echinococcus multiocularis) ist ein Parasit, der auch in unseren Gegenden vorkommt. Die Endwirte sind v.a. Füchse und Marder, aber auch Hunde und seltener Katzen. Diese scheiden die infektiösen Eier mit dem Kot aus.
Infektöse Eier werden von Kleinsäugern (z.B. Ratten, Mäuse etc.) aufgenommen. Dort erfolgt eine Besiedelung der inneren Organe und eine Zystenbildung, die auch das umliegende Gewebe betreffen kann. Diese Zwischenwirte können an diesem Parsasiten erkranken, Symptome zeigen oder auch daran versterben.
Die Zwischenwirte werden von den Endwirten (also beispielsweise Fuchs oder Hund) gefressen und so gelangen die Parasiten in den Darm der Tiere.
Es gibt aber auch Fehlwirte, d.h. in diesen Organismen erfolgt keine oder nur eine partielle Weiterentwicklung und der Parasit stirbt ab. Davor kommt es zur Ansiedlungen der infektiösen Stadien in der Leber. Fehlwirte sind u.a. Schweine, Hunde (sowohl Fehl-, als auch Endwirt) und auch der Mensch. Beim Menschen beträgt die Inkubationszeit ca. 10-15 Jahre und verläuft unbehandelt zu 90% tödlich.
Aus diesem Grund sollten Hunde und Katzen mindestens 4x im Jahr entwurmt werden, bei starker Gefährdung (z.B. Jagdhunde, Mäuse fangenden Katzen etc.) kann auch bis zu 1x im Monat entwurmt werden.
Da die Eiausscheidung nicht kontinuierlich erfolgt, sollten bei parasitologischen Kotuntersuchungen Sammelproben von mindestens 3 Tagen untersucht werden. Anders als von den meisten Menschen angenommen ist der Bandwurm nur 1,2-4,5 mm lang und die Eier sind mit bloßem Auge nicht im Kot zu erkennen. Darum ist eine mikroskopische Untersuchung nötig.
Die wichtigste Prophylaxe und Metaphylaxe sind somit v.a. regelmäßige Wurmkuren für die Haustiere und Hygiene im Umgang mit den vierbeinigen Mitbewohnern.
nach obenDie Leishmanien werden durch den Stich der Sandmücke (lat. Phlebotomus) übertragen. Da diese Mückenart aber in den meisten Gebieten Deutschlands nicht heimisch ist, gilt diese Erkrankung als Reisekrankheit. Diese Krankheit kommt v.a. in der Mittelmeerregion (Italien, Spanien, Griechenland etc.) vor, aber auch vereinzelt in Deutschland (Regionen in Baden Württemberg).
Der Krankheitsverlauf ist sehr unterschiedlich. Zum einen erkrankt nicht jedes infizierte Tier, zum anderen kommen häufig sehr lange Inkubationszeiten vor und auch das Krankheitsbild variiert.
Allgemeine Symptome wie Abgeschlagenheit, Schwäche, Erbrechen, Lahmheiten, Fieber können auftreten. Häufig sind die Lymphknoten verdickt. Auch Hautveränderungen wie starke Schuppenbildung, Nekrosen (v.a. Ohrspitzen), Juckreiz, Krustenbildungen oder starke Verhornungen sind möglich.
Die Diagnose wird über einen Antikörpernachweis oder einen Erregernachweis gestellt.
Die Therapie erfolgt mit verschiedenen Medikamenten. Allerdings kommt es sehr selten zur totalen Elimination des Erregers. Auch sind verschiedene Komplikationen (abhängig von der Immunitätslage des Patienten) zu erwarten, so dass langfristig eine schlechte Prognose gestellt werden muß.
Deshalb ist die Prävention um so wichtiger! Damit keine Leishamien übertragen werden können, wird die Sandmücke bekämpft. Dies kann mit verschiedenen Spot on Präparaten oder Halsbändern erfolgen. Auch sollte die Dämmerungsphase gemieden werden, da das die aktive Zeit der Insekten ist.
Prinzipiell sollte sich jeder Hundehalter überlegen, ob es sinnvoll ist, seinen Vierbeiner in solche Regionen mit zunehmen. Auch beim Import von Hunden nach Deutschland sollte an die Leishmaniose gedacht werden, und das Tier vorher getestet werden. Nur so kann ein weiteres Einschleppen dieser Krankheit nach Deutschland verhindert werden.
nach obenSchon seit einigen Jahren besteht die Möglichkeit, das Haustier mit einem kleinen Chip kennzeichnen zu lassen. Für Pferde, die jetzt einen neuen Equidenpass erhalten, ist der Chip Pflicht.
Wird ein Tier vermisst oder besitzerlos aufgefunden, kann das Tier so problemlos seinem Eigentümer zugeordnet werden. Dafür ist die kostenlose Registrierung bei Tasso die Voraussetzung.
Auch für Reisen ins Ausland ist der Chip zur Pflicht geworden. Durch diesen Transponder wird der Blaue Heimtierausweis dem Tier zweifelsfrei zugeordnet. Es muß beachtet werden, dass aus diesem Grund der Chip zeitgleich oder vor der Impfung gesetzt werden muß. Eine umgekehrte Reihenfolge (erst Impfung und dann der Chip), hat erfahrungsgemäß schon Probleme am Grenzübergang bereitet. Bitte beachten Sie bei Reisen außerhalb Deutschlands die jeweils gültigen Bestimmungen und planen Sie Ihre Reise langfristig!
nach obenDie Hufrehe ist eine Veränderung der Huflederhaut bedingt durch ein multifaktorielles Entzündungsgeschehen. Die Ursachen können u.a. stoffwechselbedingt (z.B. übermäßige Aufnahme von Getreide oder kaltem Wasser), hormonell, traumatisch (z.B. Verletzungen, Stauchungen, übermäßige Belastung), infektiös (z.B. Bakterien bei der Geburtsrehe oder viral bedingte Lungenentzündungen) oder auch bestimmte Medikamente sein.
In der Lederhaut beginnen sich verschiedene Entzündungen abzuspielen und es kommt zu Durchblutungsschäden. Diese sind auch der Auslöser für die gut sichtbare Lahmheit. Es kann zwischen einer akuten Phase der Hufrehe mit beginnender Lahmheit und einer chronische Phase unterschieden werden. Von einer akuten Phase spricht man, wenn die Symptome weniger als 48h bestehen. Prinzipiell können alle vier Hufe betroffen sein. Häufiger sind es allerdings nur die Vorderhufe.
Da die Rehe sehr schmerzhaft ist, versucht das Tier die betroffenen Hufe zu entlasten. Deshalb stellt es die Hinterhufe weit unter den Körper und streckt die Vorderhufe nach vorne. So reduziert es die Belastung. Sind alle vier Hufe betroffen, wird das Tier häufig liegen. Die Hufe sind vermehrt warm, das Tier ist unwillig die Hufe anzuheben und man kann eine “pochende” Zehenarterie ertasten. Je nach Schweregrad kann es auch zu allgemeinen Störungen kommen, z.B. Zittern oder einer verstärkten Atmung.
Bestehen die Schmerzen länger als 48h, geht die Krankheit ins chronische Stadium über. Hier kann es im schlimmsten Fall zu einer Rotation des Hufbeins, dem Durchbrechen des Hufbeins durch die Sohle und nachfolgendem “Ausschuhen” kommen. Ist die Rotation nur geringgradig, bilden sich die typischen Reheringe an der Hufwand. Der Schweregrad der Veränderungen am Huf kann am besten röntgenologisch beurteilt werden.
Um die Schäden so gering wie möglich zu halten und dem Tier die Schmerzen zu ersparen, sollte eine geeignete Therapie so schnell wie möglich erfolgen. Es sollte versucht werden, eine Rotation des Hufbein zu verhindern. Ist eine Ursache der Rehe bekannt, sollte sie unverzüglich abgestellt werden. Bei einer übermäßigem Getreideaufnahme beispielsweise, kann die Magen-Darm-Passage mit Öl beschleunigt werden. Die Kraftfutterration ist zu reduzieren oder gar zu streichen. Dafür sollte gutes Heu und Stroh angeboten werden.
In der frühen Phasen ist wiederholte aber geringe Bewegung vorteilhaft. Das gilt allerdings nur, wenn es nicht zu einer Steigerung der Schmerzen kommt. Um die Schmerzen zu reduzieren, sollte das Tier auf einen weichen Sandgrund gestellt werden. Auch verschiedene Arzneimittel, die die Entzündungen der Lederhaut und die Gefäßveränderungen beeinflussen, sollten verabreicht werden. Wohltuend können warme und kalte Umschläge sein.
Im chronische Stadium muss das Pferd ruhig gehalten werden, um den kranken Huf nicht unnötig zu belasten. Bei beginnenden Zusammenhangstrennungen am Huf können Antibiotika und desinfizierende Verbände sinnvoll sein. Prinzipiell ist zu bedenken, dass sich die Heilungschancen verschlechtern, wenn das Hufbein durch die Sohle bricht. In hochgradigen, äußerst schmerzhaften Fällen sollte deshalb auch die Euthanasie in Erwägung gezogen werden. Wichtig während der Behandlung ist eine gute Zusammenarbeit mit einem Hufschmied. Ein das Hufbein entlastender Auschnitt und ggf. ein orthopädischer Beschlag kann der Rotation des Hufbeins entgegenwirken.
nach obenDie Borreliose des Hundes wird durch Bakterien verursacht. Die Übertragung findet indirekt über Zeckenbisse statt. Die Bakterien gelangen mit dem Zeckenspeichel in den Wirt (Hund). Die Gefahr der Infektion wird größer, je länger der Saugakt der Zecke dauert. In der Regel erfolgt die Übertragung nach 24h.
Sind die Borrelien im Tier, beginnen sie sich zu vermehren und verschiedene Organsysteme zu besiedeln. Das sind v.a. Lymphknoten, Bindegewebe, aber auch die Muskulatur, Gelenke oder das Nervensystem. Bis die ersten Symptome auftreten, können mehrere Monate vergehen.
Häufig kommt es zuerst zu Fieber, Abgeschlagenheit und Freßunlust. Aber auch Lahmheiten, Lymphknotenschwellungen oder neurologische Ausfälle oder auch Magen-Darm-Beschwerden können vorkommen.
Der Verdacht einer Borrelioseerkrankung kann bei entsprechender Symptomatik und häufigem Zeckenbefall vorliegen. Die endgültige Diagnose kann aber nur über eine Blutuntersuchung gestellt werden. Die bei einer Infektion gebildeten Antikörper unterscheiden sich nicht von den Impfantikörpern. Auch erkrankt nicht jedes Tier, das mit Borrelien Kontakt hatte automatisch an Borreliose. Deshalb sollten immer 2 Blutproben im Abstand von 4 Wochen genommen und der Verlauf der Antikörper beurteilt werden. So kann eine akute Infektion diagnostiziert und behandelt werden.
Die Therapie wird mit Antibiotika vorgenommen. Unterstützend werden Entzündungshemmer verabreicht. Je nach Therapiebeginn und Krankheitsverlauf kann es dazu kommen, dass trotzdem Borrelien im Organsimus vorkommen. Deshalb ist so früh wie möglich mit einer Therapie (nach Diagnosestellung!) zu beginnen.
Prophylaktisch sind die Zecken zu bekämpfen. Das kann mit geeigneten Halsbändern oder bewährten Spot-on Präparaten erfolgen. Zu beachten ist allerdings, dass sich trotz der Präparate vereinzelte Zecken am Tier festbeißen, allerdings wesentlich schneller wieder abfallen. Alle Medikamente entbinden den Halter also nicht von der Pflicht, das Tier regelmäßig nach Zecken ab zu suchen. Ist eine Zecke vorhanden, sollte sie durch drehen und/oder leichten Zug entfernt werden. Öle oder andere “Hausmittel” sollten nicht benutzt werden, da dadurch die Atemöffnung der Zecker verstopft werden, die Zecke “gestreßt” wird und dadurch vermehrt (vielleicht infektiösen) Speichel in den Wirt abgibt.
Eine weitere vorbeugende Maßnahme ist eine Borreliose-Impfung. Die Grundimmunisierung ist je nach Hersteller unterschiedlich. Die Auffrischungsimpfung erfolgt 1/2 – 1 x im Jahr. Das Wirkungsprinzip des Impfstoffes ist außergewöhnlich. Durch die Impfung bildet der Hund Antikörper. Beim Biß der Zecke, wandern diese in den Darm der Zecke und binden an die sich dort befindenden Borrelien. So wird die Übertragung der Bakterien in den Hund verhindert.
nach obenSeit 1952 ist die Erkrankung bekannt und breitet sich seitdem aus. Der Erreger der Myxomatose ist ein Pockenvirus. Die Hauptinfektion erfolgt über Stechmücken, die das Virus von Wildkaninchen auf die Hauskaninchen übertragen. Aber auch innerhalb des Bestandes können sich die Tiere gegenseitig anstecken. Dies erfolgt zum einen über den direkte Kontakt, kontaminiertes Futter oder Stalleinrichtungen und zum anderen über Parasiten, z.B. den Kaninchenfloh.
Ungefähr eine Woche nach der Infektion kommt es zu Entzündungen der Augen. Die Symptome variieren von einer einfachen Rötung, über eitrigen Augenausfluß, bis hin zur Blindheit. Auch Mund, Nase, Genitalorgane schwellen an. Die Knötchen und Quaddeln an der Innenseite der Ohrmuschel sind typisch für diese Erkrankung. Die Futter- und Wasseraufnahme ist weitestgehend ungestört. Erst zum Schluß stellen die Tiere das Fressen ein. Sie werden zunehmend matt und teilnahmslos und verenden nach ca. 10 Tagen. Nur vereinzelt kann ein Tier überleben, allerdings wird es dann höchstwahrscheinlich Viren ausscheiden.
Eine Therapie kann nur symptomatisch erfolgen, wobei die Heilungschancen relativ schlecht sind. Die Behandlung sollte nur in kleinen Beständen erfolgen, da kranke Kaninchen eine Ansteckungsquelle für weitere Tiere darstellen.
Ein Schutz vor dieser Erkrankung bietet eine Impfung. Diese erfolgt 2x im Abstand von vier Wochen und hält ca. 1/2 Jahr an. Da die Stechmücken aber über ein halbes Jahr aktiv sind, sollte der Impfschutz alle halbe Jahr aufgefrischt werden. Jungtiere können ab einem Alter von vier Wochen geimpft werden.
Tiere die eine Erkrankung überstanden haben, sollten nicht geimpft werden, da es dann zu Erkrankungen kommen kann.
nach obenDie Maulhöhle variiert im Aussehen je nach Rasse. Es werden zwischen kurzköpfigen (z.B. Mops, Pekinese), normalköpfigen (z.B. Husky) und langköpfigen (z.B. Collie) Rassen unterschieden. Der Hund besitzt im Normalfall 42 Zähne. Die Größe der Zähne und die Größe der Zunge wurden bei den Züchtungen der verschieden Rassen kaum beeinträchtigt. Dies hat zur Folge, dass gerade bei kurzköpfigen Hunden ein Platzproblem in der Maulhöhle vorhanden ist. Die Zähne stehen enger und teilweise auch verdreht. Durch diese Fehlstellung ist der Selbstreinigungsmechanismus der Maulhöhle außer Kraft gesetzt: Futterpartikel bleiben leichter hängen und die Zähne werden nicht in vollem Umfang vom Speichel umspült. Hinzu kommt, dass gerade betroffene Rassen (z.B. Pekinesen) häufig mehr auf dem Sofa leben und manchmal auch eher spazieren getragen werden, als dass sie über die Wiesen flitzen. Dies führt weiter zu einer Reduktion des Speichelflusses und die ganztägige Gabe von Leckerlis tut ihr übriges: Bakterien siedeln sich an und bilden Plaque. Hält der Zustand an, mineralisiert sich die Plaque, es kommt zur Zahnsteinbildung und anschließend zu Paradontalerkrankungen.
Wird der Zahnstein nicht entfernt, vermehren sich die darauf befindlichen Bakterien und der Zahnstein nimmt an Größe zu. Das angrenzende Zahnfleisch entzündet sich weiter und zieht sich zurück. So werden auch die Zahnwurzel und der Zahnhalteapparat geschädigt. Ist der Zahnhalteapparat kaputt und wenn die Zahnwurzeln frei liegen, ist der Zahn nicht mehr zu retten und muss gezogen werden.
Um möglichst die Zähne erhalten zu können, sollte der Hund regelmäßig auf Zahnerkrankungen kontrolliert werden. Hat sich Zahnstein gebildet, muss dieser zeitnah entfernt werden. Dies wird am besten mit einem Ultraschallreiniger durchgeführt. Dabei werden alle Zähne kontrolliert, gereinigt und wieder poliert, um Zahnsteinneubildungen zu verhindern.
nach obenDer Hund besitzt, vergleichbar mit dem Menschen, Milch- und bleibende Zähne. Mit drei bis sechs Wochen brechen beim Hund die Milchzähne durch. Er besitzt 28 Milchzähne, bestehend aus drei Schneidezähnen, einem Eckzahn und drei Backenzähnen je Quadrant. Die Milchzähne haben wichtige Funktionen bei der Nahrungsaufnahme und –zerkleinerung, vor allem aber dienen sie als Platzhalter für die bleibenden Zähne. Der Zahnwechsel erfolgt mit fünf bis sechs Monaten. Normalerweise lösen sich die Milchzahnwurzeln mit dem Durchbruch der bleibenden Zähne auf und die Zahnkronen fallen aus.

beginnende Zahnsteinbildung

4 persistierende Milchzähne
Bereits hier kann es zu ersten Problemen kommen: Vor allem bei Hunden kleiner Rassen (z.B. Pekinese, Shi-Tzu, Mops, Yorkshire- Terrier, Jack-Russel-Terrier) kann es dazu kommen, dass sich die Wurzeln nicht oder nur unvollständig auflösen. Der bleibende Zahn bricht dann durch, obwohl der Milchzahn noch vorhanden ist (so genannte persistierende Milchzähne). In der Maulhöhle befinden sich dann deutlich mehr Zähne. So kommt es zu einem Platzproblem in der Maulhöhle. Neben dem vermehrten Hängenbleiben von Futterpartikeln und folgender Zahnsteinbildung kann es auch zu Fehlstellungen der durchbrechenden bleibenden Zähne kommen. Diese wachsen häufig eingerückt in den Gaumen und es kann zu schmerzhaften „Einbissen“ kommen, so dass der Hund manchmal eine Zahnspange benötigt um die normale Zahnstellung wiederherzustellen.

Extraktion der Milchzähne
Bricht der bleibende Zahn durch und der Milchzahn ist noch nicht ausgefallen, sollte unverzüglich der Tierarzt aufgesucht werden, damit das Problem schnellst möglich behoben werden kann, ehe es zu längerfristigen Schäden kommt. Gleiches gilt, wenn ein Zahn abbricht. Gerade bei Milchzähnen ist dies problematisch, da durch die offene „Zahnhöhle“ Bakterien aufsteigen können und so zu Entzündungen und Schäden der Zahnanlage des folgenden bleibenden Zahns führen können. Auch die bleibenden Zähne können abbrechen (v.a. bei sehr aktiven Hunden). Je nach Zeitpunkt und Ausprägung des Traumas wird der Zahn mit einer Füllung behandelt oder gezogen. Da das Tier ähnliche Schmerzen wie der Mensch empfindet, sollte das Problem so früh wie möglich behandelt werden.
Der Hund besitzt normalerweise 42 bleibende Zähne. Vereinzelt kommt es vor, dass einige Zähne nicht angelegt sind (v.a. die ersten beiden Backenzähne). Meistens stellt dies keine Probleme dar, es sei denn mit dem Tier soll gezüchtet werden. Auch kann es vorkommen, dass Zähne doppelt angelegt sind. Dann kann es, ähnlich wie bei den persistierenden Milchzähnen, zu den daraus resultierenden Erkrankungen kommen. Deshalb sollte man sich möglichst bald um eine Korrektur kümmern. Allerdings ist zu beachten, dass das Problem der überzähligen Zähne eventuell vererbt werden kann.
nach obenDie weibliche Katze wird mit ca. einem halben Jahr geschlechtsreif bzw. rollig. Der Zyklus wird durch die Länge des Tageslichts gesteuert. So kann die Katze ab Frühling alle zwei bis drei Wochen paarungsbereit werden. Katzen, die sich nur im Haus aufhalten und so künstlichem Licht ausgesetzt sind, können das ganze Jahr über rollig werden. Diese Zeit ist für die Katze und auch für den Besitzer sehr anstrengend, da sich das Verhalten des Stubentigers stark ändern kann. Eine sonst träge Katze wird unter Umständen ziemlich unruhig oder auch sehr anhänglich. Die Tiere mauzen verstärkt und können in der Zeit auch mal die Futteraufnahme verweigern. Eine gesunde Katze kann zweimal im Jahr werfen. Die Wurfgröße variiert in Normalfall zwischen zwei und fünf Welpen. Jeder Katzenbesitzer sollte sich bei Freigängern überlegen, ob er Abnehmer für kommende Welpen hat oder ob er die Rolligkeit seiner Katze unterbinden möchte. Das Töten von neugeborenen Katzen ist gesetzlich verboten und wird bestraft!!!
Für die Unterdrückung der Rolligkeit gibt es verschiedene legale Methoden:
Zum einen gibt es die „Pille“ für die Katze. Dieses Hormonpräparat wird dem Tier einmal in der Woche verabreicht. Der Halter muss die regelmäßige Einnahme kontrollieren. Aufgrund verschiedener Risiken (Diabetes mellitus, Wachstum der Milchdrüsen, Begünstigen vom Wachstum von Tumoren) sollte diese Verhütungsmethode nicht länger als 18 Monate verwendet werden. Anschließend erfolgt eine zwei bis dreimonatige Pause, ehe die Behandlung fortgesetzt werden kann.
Dauerhafte Abhilfe erreicht man mit der Kastration, also dem Entfernen der Eierstöcke. Diese Operation sollte bevorzugt vorgenommen werden, wenn die Katze nicht rollig ist, da es ansonsten zu stärkeren Blutungen während der OP kommen kann und auch der Hautschnitt etwas größer ist. Diese Routineoperation dauert etwa eine Stunde und wird sehr gut von der Katze vertragen.
Um die Tiere nicht während einer Rolligkeit oder während der (unbemerkten) Trächtigkeit zu operieren, ist der optimale Zeitpunkt für die Operation im Januar und Februar.
|
|
Drei ausgesetzte Katzenwelpen (ca. 10 Tage alt), die erfolgreich mit der Flasche aufgezogen und vermittelt wurden. |
Bitte informieren Sie sich über die Verhütungsmethoden bei der Katze. Leider kümmern sich noch nicht alle Tierhalter um ihre Vierbeiner. So kommt es, dass jedes Jahr viele unerwünschte Katzenwelpen vernachlässigt, ausgesetzt oder getötet werden.
Sollten Sie sich um wilde Katzen kümmern und nicht über die finanziellen Mittel für eine Kastration verfügen, sprechen Sie mich bitte an, damit wir gemeinsam eine Lösung finden.
Angst gehört zum natürlichen Warnsystem eines Individuums und kann es so, durch z.B. Flucht, vor Gefahren schützen.
Ein besonderes Problem stellt für viele Tierhalter die Angst ihrer Lieblinge vor Lärm und Feuerwerkskörper dar. Ist das Tier eher ängstlicher Natur, ist der Besitzer versucht, es zu beruhigen. Das ist allerdings der schlimmste Erziehungsfehler, den ein Halter gegenüber seinem Tier machen kann. Durch die Zuwendung, Zusprache, Körperkontakt oder durch das Verabreichen von Leckerlis wird der Hund nicht, wie angenommen, beruhigt, sondern im Gegenteil: er wird in seiner Angst bestätigt und dafür belohnt. Das hat zur Folge, dass sich das ängstliche Verhalten von Mal zu Mal steigern wird. Genauso wichtig ist es, den Hund nicht für seine Angst zu bestrafen.
Im Idealfall wird mit dem Hund trainiert. Das kann mit Lärm von der CD oder “inszeniertem” Lärm sein. Man beginnt ganz leise die Geräusche zu provozieren. Bleibt der Hund gelassen wird er ausgiebig belohnt und gelobt. Ängstliches Verhalten wird ignoriert. So lernt der Hund stufenweise, auch bei größerer Lautstärke, ruhig zu bleiben.
Unterstützend kann mit verschiedenen Medikamenten, Nahrungsergänzungs- oder Futtermitteln gearbeitet werden. Hierbei ist zu beachten, dass die früher häufig verwendeten Beruhigungsmittel eher kontraproduktiv sind. Sie versetzten den Hund in einen Zustand, in dem er sich nicht koordiniert bewegen konnte und vor sich hin “dämmerte”. Dem Besitzer erschien er sehr ruhig. Tatsächlich aber war er deutlich geräuschempfindlicher, konnte sich aber nicht bewegen. Dies führte zu einer Steigerung der Angst. Aus diesen Gründen sind solche Medikamente, obwohl sie relativ preisgünstig sind, abzulehnen.
Deutlich positiver wirken sich Pheromonhalsbänder, -sprays, oder -zerstäuber aus. Sie enthalten Duftstoffe, die den Duftstoffen aus der Gesäugeleiste einer säugenden Hündin entsprechen und vermitteln dem Hund ein “Wohlbefinden”. Zusätzlich können angstlösende Medikamente eingesetzt werden. Diese Medikamente haben ihren Wirkansatz im “Angstzentrum” des Gehirns und beeinflussen nicht das Bewusstsein oder die Bewegungsfähigkeit des Hundes. Sie wirken, wie auch die meistens Nahrungsergänzungsmittel und Futtermittel, nicht sofort. Es ist nötig diese über einen ausreichend langen Zeitraum, je nach Präparat mindestens 3 Tage bis einige Wochen vor dem Ereignis, zu verabreichen.
















